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Schätzen Sie die wichtigsten Kennzahlen Ihres Biogasprojekts — von der Rohgaszusammensetzung bis zum Aufbereitungsbedarf.
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Nicht jedes Biogas ist gleich. Vieles hängt von Menge und Qualität des Substrats ab — also dem organischen Material, das zur anaeroben Vergärung verwendet wird. Wenn dieses Material im Fermenter unter Sauerstoffabschluss steht, sorgen Bakterien im Laufe der Zeit für den chemischen Abbau. Am Ende des Prozesses werden zwei gasförmige Verbindungen freigesetzt — Methan (CH₄) und Kohlendioxid (CO₂). Das Methan kann anschließend zur Stromerzeugung oder als Kraftstoff genutzt werden. In manchen Fällen muss das Biogas vor der Nutzung aufbereitet werden. Sein Wirkungsgrad und Wert lassen sich mit einem Biogasrechner abschätzen.
Wie jeder Rechner benötigt auch ein Biogasrechner bestimmte Eingaben. Die Art des Substrats ist für jede sinnvolle Berechnung selbstverständlich erforderlich. Die Einsatzstoffe können stark variieren — von Gartenkompost bis zu Fetten und Ölen; von Klärschlamm bis zu Haferspelzen und Molke; und von Gemüseabfällen bis zu den vielfältigen Güllearten: Rind, Milchvieh, Schwein und Geflügel. Auch die Tonnen pro Jahr fließen in die Berechnung ein, da die erzeugte Biogasmenge eine Funktion dieser Mengen ist. Ziel ist es, möglichst viel Biogas aus möglichst wenig Biomasse zu gewinnen. Die Kapazität der Biogasanlage wirkt sich zudem direkt auf den Preis aus.
Größe, Zweck und Verfahren der Biogasanlage helfen ebenfalls dabei, die Effizienz und Qualität der erwarteten Biogaserträge einzuschätzen. Biogasanlagen sind darauf ausgelegt, organisches Material aus bestimmten Quellen zu verarbeiten — landwirtschaftlich, kommunal oder industriell. Auch ob es sich um eine Nass- oder Trockenvergärung handelt, ist wichtig: Bei der Nassvergärung wird das Substrat gepumpt, beheizt und gerührt, bei der Trockenvergärung einfach in den Fermenter eingebracht. Auch die Verwendung von Biogas und Gärrest (dem nach der Vergärung verbleibenden Substrat) spielt eine Rolle.
Es gibt weitere Einflussfaktoren bei der Biomasseberechnung. Der Anteil an Begleitstoffen im Biogas wirkt sich definitiv auf Effizienz und Wert aus. Außerdem bestimmt der Verwendungszweck, wie das Biogas weiterverarbeitet wird. Die Umwandlung in Strom, in Kraftstoff als Erdgasersatz oder in einem Heiz-/Kesselsystem stellt jeweils unterschiedliche Anforderungen an Volumen und Aufbereitung. Zudem hat jede dieser Nutzungen ihre eigenen Kosten, die sich nicht verallgemeinern lassen. Schließlich bestimmt die Verweilzeit des Substrats, wie schnell das Biogas entsteht. Die Anzahl der Tage, die benötigt werden, um die optimale Menge Biogas zu gewinnen, hängt oft vom Substrat und seinem Volumen ab — die Verweilzeit beeinflusst aber die gesamte Produktionsgeschwindigkeit.
Rechner für die anaerobe Vergärung dienen mehreren Zielen: Sie liefern Informationen zu Produktionskennzahlen für CH₄- und CO₂-Freisetzung, zur besten Verwendung des erzeugten Biogases, zu erwarteten Erlösen und zu den Auswirkungen auf die Treibhausgasreduktion. Die Genauigkeit der Berechnungen hängt maßgeblich von der Qualität der Eingaben ab.
Hinweis:
Die im Gazpack-Rechner verwendeten Substratwerte gelten unter idealen Bedingungen. Damit wir Ihnen ein passendes Angebot auf Basis Ihrer tatsächlichen Gas-/Abfallzusammensetzung machen können, kontaktieren Sie uns bitte für die erforderlichen Parameter.