Karbon partner logo

Branchenspezifische Themen

Gülle- und Mist Vergärung

Gülle und Mist aus der Tierhaltung sind weltweit eine der häufigsten und am einfachsten zugänglichen Substrate für die Biogasproduktion. Wenn Gülle oder Mist in einen sauerstofffreien Fermenter geleitet werden, setzt sich die bakterielle Aktivität, die natürlicherweise im Darm der Tiere stattfindet, außerhalb fort – dabei werden die organischen Verbindungen abgebaut und Methan (CH₄) sowie Kohlendioxid (CO₂) als Hauptprodukte in Gasform freigesetzt.

Warum Gülle und Mist ideale Substrate sind

Gülle und Mist – von Rindern, Schweinen, Geflügel oder anderen Nutztieren – werden in Güllegruben oder Lagunen gelagert, was den Sauerstoffeintrag auf natürliche Weise begrenzt und sie somit für die anaerobe Vergärung vorkonditioniert. Der Ammoniakgehalt kann durch Verdünnung mit Wasser vor der Vergärung gesteuert werden. Das Vorwärmen von Gülle und Mist beschleunigt den Vergärungsprozess und erhöht die Gasausbeute. Die Verweilzeiten hängen von der Tierart ab: Schweinegülle benötigt typischerweise 7–10 Tage; Rindergülle 20–30 Tage.

Energieautonomie auf dem Hof

Auf einem mittelgroßen Milchvieh- oder Schweinezuchtbetrieb kann ein kontinuierlich beschickter Fermenter ausreichend Strom erzeugen, um den gesamten Betrieb zu versorgen – oft sogar mit einem Überschuss, der ins Netz eingespeist werden kann. Das Gärprodukt ist ein ausgezeichneter Biodünger, der in Bezug auf den Ernteertrag oft besser abschneidet als Rohmist oder Rohgülle. Die Kosten für die Gülle- und Mistbewirtschaftung – einschließlich Transport und Lagerung – werden erheblich reduziert.

Sprechen Sie mit einem Experten

Fragen zur Gülle- und Mistvergärung für Ihren Betrieb oder Ihre Landwirtschaft?

Kontakt aufnehmen