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Gas Odorierung

Hausbesitzer und Gebäudeverwalter legen großen Wert darauf, ihre Wohnungen und Büros angenehm und komfortabel zu gestalten. Streichen, Verputzen, Spachteln, Neueinrichtung und Landschaftsgestaltung dienen alle diesem Ziel. Ebenso ist das Vertreiben von muffigen, schimmeligen und fauligen Gerüchen eine Priorität, um die Lebensqualität zu verbessern. Doch das Desodorieren, obwohl eine Verbesserung von Wohn- und Arbeitsräumen, kann für diejenigen im Energiesektor oder dort, wo Erdgas genutzt wird, gefährlich sein. Gerüche sind Indikatoren, ja sogar Warnungen, für Menschen, die Erdgas – eine normalerweise geruchlose Emission – verarbeiten, transportieren, nutzen und lagern. Zu diesem Zweck müssen Erdgaslieferungen einer Odorierung unterzogen werden, d.h. dem Hinzufügen eines Geruchs, um sie bei Leckagen bemerkbar zu machen.

Was macht geruchloses Gas gefährlich?

Es gibt einen Grund, warum Sie möglicherweise einen Kohlenmonoxid (CO)-Detektor in Ihrem Haus haben. Sie können es in der Luft nicht riechen. Wenn dieses Gas vorhanden und nicht wahrgenommen wird, kann es den Sauerstoff in den roten Blutkörperchen verdrängen, Gewebe schädigen und sogar zum Tod führen. Ähnlich kann Radon (Rn) die Lunge schädigen und schließlich Lungenkrebs verursachen. Beide Gase erfordern eine Reduzierung, wenn sie in Innenräumen vorhanden sind. Erdgas, eine zunehmend verbreitete Energiequelle, besteht hauptsächlich aus Methan (CH₄); ebenfalls vorhanden sind Alkane, Kohlendioxid (CO₂), Helium (He) und Schwefelwasserstoff (H₂S). Bei der Verbrennung werden Stickoxide und CO zusammen mit CH₄ freigesetzt. Diese Verbindungen können sowohl die physische als auch die mentale Gesundheit beeinträchtigen. Alles in allem ist eine langfristige Exposition gegenüber Erdgas gesundheitsschädlich. Aus diesem Grund stellen unsichtbare, geruchlose Gase, auch wenn sie die Geruchsnerven nicht belasten, eine ernste Bedrohung für das menschliche Wohlbefinden dar.

Den Geruchstest bestehen

Alles, was ursprünglich geruchlos und unsichtbar ist, ist in jeder Umgebung problematisch, geschweige denn in einer Anlage, in der Erdgas fließt oder gelagert wird. Das entscheidende Ereignis, das die Menschen auf die Notwendigkeit der Geruchsinjektion aufmerksam machte, war eine Erdgasexplosion im Jahr 1937 in einer texanischen Schule. Die Opfer umfassten 200 tote Schüler. Im Laufe der Jahre wurden die bundesstaatlichen Sicherheitsstandards verschärft, und heute ist die Odorierung in den Vereinigten Staaten obligatorisch. Insbesondere schreibt das Gesetz vor, dass brennbare Erdgase bei einem Fünftel der unteren Explosionsgrenze von jedem mit einem funktionierenden Geruchssinn wahrnehmbar sein müssen.

Was erzeugt den Geruch?

Eine chemische Verbindung, meist Mercaptan (CH₃SH), dient als Odorierungsmittel – der Stoff, der ein erkennbares Aroma erzeugt, das die Anwesenheit von Erdgas signalisiert. Auch bekannt als Methanthiol, ist Methylmercaptan ein ranzig riechendes Gas, das unter anderem mit Tiergehirnen, Blut und Fäkalien sowie mit Blähungen und Mundgeruch (Halitosis) in Verbindung gebracht wird. Es findet sich auch in Komposthaufen, Mülldeponien, Sümpfen und Steinkohlenteer. Da es selbst leicht entflammbar ist, macht es die Lage von Erdgasgefahren unmissverständlich klar.

Wie wird das Odorierungsmittel injiziert?

Es gibt zwei verschiedene Systeme, die diese Aufgabe erfüllen. Das erste ist ein System der chemischen Injektion. Diese Methode ist häufiger in großtechnischen Anlagen, zum Beispiel in Übertragungsleitungen, anzutreffen. Entweder eine Pumpe oder ein Tropfgerät injiziert das flüssige Odorierungsmittel in den Gasstrom. Der Durchfluss wird überwacht, so dass die Injektion je nach Volumen angepasst werden kann. Die dafür verwendeten Geräte werden durch eines von drei Geräten dargestellt: ein Tropfsystem; eine pneumatische oder elektrische Pumpe; oder, seltener, ein Bourdon-Rohr, das durch einen Differenzdrucktransmitter ausgelöst wird. Neben der chemischen Injektion ist die Alternative die chemische Verdampfung, die sich am besten für Anwendungen mit geringem Durchfluss eignet. Ein Docht-Odorierer wird in der Nähe des Zählers an die Gasleitung angeschlossen. Es handelt sich um eine Flasche, in die ein in Odorierungsmittel getränktes Baumwolldochtende gesteckt wird. Das andere Ende des Dochtes reicht in den Gasstrom, wodurch das Odorierungsmittel die Länge des Dochtes entlangwandern und in den gasförmigen Strom verdampfen kann. Die andere Art der Verdampfung wird Bypass-Odorierung genannt. Getreu ihrem Namen leitet dieses System einen Teil des Gasstroms zu einem Behälter, in dem sich flüssiges Odorierungsmittel befindet, wonach das odorierte Gas in die Leitung zurückkehrt.

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